Kleingärtnerverein "Bonn-Kessenich-Dottendorf e.V."

l. Geschichte des Vereins
Wie lange der Kleingärtnerverein Bonn-Kessenich-Dottendorf tatsächlich schon auf den heute noch genutzten Flächen existiert ist nicht bekannt. Aus verschiedenen privaten Unterlagen und Erwähnungen in den Chroniken anderer Vereine ist zu entnehmen, dass es bereits 1927 im Bereich Kessenich/Dottendorf kleingärtnerisch genutzte Flächen gab, die möglicherweise auch heute noch durch unseren Verein genutzt werden. Die Nachforschungen des ehemaligen Vorsitzenden des Vereins, Herrn Dr. Rauth, ergaben, dass es im Jahre 1949 eine erste Eintragung über den Verein Bonn-Kessenich beim Amtsgericht Bonn gegeben hat. Das Datum dieses Eintrags, der 14.07.1949, wird als offizielles Gründungsdatum des Vereins gewertet.

2. Mitgliederbewegungen des Vereins
Im Jahre 1954 hatte der Verein 185 Mitglieder; im Jahre 2002 waren es noch 72. Dieses Zahlenbeispiel macht das besondere Problem des Vereins deutlich: Durch die Nähe zum Regierungsviertel gab es ständig einen Kampf um einzelne Kleingartenflächen, da ständig auf Betreiben von Wohnungsbaugesellschaften und der Stadt Bonn Flächen unseres Vereins für den Bau von Wohnungen und Straßen wegfielen. Dass dies auch nach dem Regierungsumzug noch der Fall ist, wird an anderer Stelle noch dargestellt. Des weiteren hat sich auch die Mitgliederstruktur, zumindest in unserem Verein, stark verändert. Wenn Kleingärten frei werden, interessieren sich kaum noch junge Familien für die Bewirtschaftung eines Garten. Dieser Umstand führt zur Überalterung und bringt dann wieder andere Probleme mit sich, wenn es z. B. um Gemeinschaftsarbeiten geht oder tatsächlich in der Nachbarschaft einmal eine Familie mit Kindern einen Garten pachtet. Auf der anderen Seite existiert für unseren Verein eine lange Bewerberliste von ausländischen Mitbürgern. Der Anteil ausländischer Mitbürger in unserem Verein beträgt fast 30 %. Diesen ausländischen Mitbürgern hat es der Verein zu verdanken, dass viele Flächen, die in den letzten Jahren unserem Verein als Ersatzflächen zur Verfügung gestellt wurden, erst durch ihre Arbeit kleingärtnerisch nutzbar gemacht wurden.

3. Lage der Kleingärten
Schon immer war es ein besonderes Problem des Vereins, dass die Kleingartenflächen über ganz Dottendorf und Kessenich verteilt waren.
Auch heute befinden sich Flächen des Vereins in zwei großen Anlagen (jeweils 25 Gärten) im Wasserland I und Wasserland II, einzelne Gärten in der Lotharstraße, Eduard-Otto-Straße, Karl-Bath-Straße, am Moselweg, am Ahrweg und im Langwartweg.
Selbst innerhalb der großen Anlagen gibt es noch private Flächen, die von unserem Verein Kleingärtnerisch genutzt werden.

4. Standart der einzelnen Anlagen
Nur die Anlage Wasserland I, zwischen der Erich-Kästner-Grundschule, Karl-Barth-Str. und der Loeschckewiese, ist als Dauerkleingartenanlage festgeschrieben. Diese Anlage wurde 1992 mit erheblichen finanziellen Mitteln durch die Stadt Bonn ausgebaut (Wasseranschluss, Umzäunung und Anlage von Wegen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind).
Auch die Anlage Wasserland II (zwischen dem Siegweg und der Bahnlinie) ist seit diesem Jahr komplett an die Wasserversorgung angeschlossen. Der Anschluss konnte aber nur in Zusammenarbeit mit einer Wohnungsbaugesellschaft, die eine Siedlung am Siegweg Errichtete, und der Mitarbeit der Pächter erreicht werden. Alle anderen Teilanlagen sind nicht an die Wasserversorgung angeschlossen. Da nur etwa die Hälfte der Gärten mit industriell hergestellten Gartenlauben aus Holz ausgestattet sind und somit bei einem Pächterwechsel nicht große Entschädigungssummen anfallen, können zur Zeit alle frei werdenden Gärten sofort weiter verpachtet werden.

5. Aktuelle Entwicklungen im Verein
Das Jahr 2001 wird als eines der turbulentesten und arbeitsreichsten in die Vereinsgeschichte eingehen. Durch den Weiterbau der bahnparallelen Straße, hinter der Bundeskunsthalle in Richtung
Bad Godesberg, wurde unserem Verein 14 Kleingärten auf der Baunscheidtstraße gekündigt. Innerhalb von acht Monaten wurden die weggefallenen Gärten abgeschätzt und die Pächter von der Stadt entschädigt, Ersatzflächen auf der anderen Seite der Bahn, direkt im Anschluss an die Teilanlage Wasserland II, zur Verfügung gestellt, auf Kosten der Stadt Bonn "entrümpelt", umzäunt und an die Wasserversorgung angeschlossen. Diese schnelle positive Entwicklung ist dem Engagement vieler Kleingärtner, dem Einsatz vieler Ortspolitiker, der Unterstützung des Stadtverbandes, insbesondere Herrn Haußmann, und der guten Zusammenarbeit mit Herrn Matzke vom Liegenschaftsamt der Stadt Bonn zu verdanken.

6. Sonstige Aktivitäten im Vereinsleben
Mit der Fertigstellung der Anlage Wasserland I gab es für den Verein die Möglichkeit, auf einer kleinen Gemeinschaftsfläche, jährlich ein Sommerfest zu feiern. Dieses Fest wird im bescheidenen Rahmen und wird (vielleicht gerade deshalb) von den Vereinsmitgliedern, Anwohnern der Anlage und Freunden sehr gut angenommen. Der Verein ist Mitglied im Ortsausschuss Bonn-Kessenich und nimmt an Veranstaltungen im Ortsteil (z. B. Veedelzoch) regelmäßig teil.


7. Der Vorstand des Vereins
Den Vorstand des Vereins kann man als eingespieltes Team bezeichnen. Kein Mitglied des engeren fünfköpfigen Vorstandes übt seine Tätigkeit unter zehn Jahren aus. Zwei Mitglieder sind seit mehr als zwanzig Jahren ununterbrochen in ihrer Funktion tätig.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, dann können Sie hier Kontakt zu uns aufnehmen. Suchen Sie einen Garten, dann finden Sie diesen hier.

Diese Website gehört zum Stadtverband Bonn der Kleingärtner e.V.